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Werdener Fragment

In der Staats- und Universitätsbibliothek Düsseldorf wird heute neben anderen Handschriften aus der Abtei Werden auch das so genannte Werdener Fragment aufbewahrt. Die zwei Doppelblätter aus Pergament geben Teile der „scolica enchiriadis de musica“ wieder, einer pädagogischen Handschrift, die zusammen mit ihrer Schwesterschrift, der „musica enchiriadis“, die Grundlagen der europäischen Zweistimmigkeit einleitet und reflektiert. Dieser Musiktrakat ist in annähernd 50 Abschriften überliefert, die über ganz Europa verteilt sind. Das Fragment aus Werden ist die älteste erhaltene dieser Handschriften und damit das älteste europäische Dokument zur Entstehung der abendländischen Mehrstimmigkeit.

Im Werden des späten 9. und 10. Jahrhunderts fand nicht nur eine Auseinandersetzung mit dem in der „musica enchiriadis“ gelehrten Tonsystem statt, sondern auch die Handschriftenüberlieferung der Schrift lässt sich paläographisch bis nach Werden zurückverfolgen. Die schon lange bestehende Vermutung einer Autorschaft des um 900 amtierenden Werdener Abts Hoger wird dadurch nahezu zur Gewissheit.