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„reverse. Umgedreht und auf den Kopf gestellt“

Domschatz Essen und Schatzkammer Werden zeigen ungewöhnliche Ansichten von ausgewählten Objekten

Bis zum 7. August werden im Essener Domschatz und in der Schatzkammer Werden einige der einzigartigen Kunstwerke umgedreht und auf den Kopf gestellt.

Beide Museen beherbergen Kunstwerke von Skulpturen bis hin zu prachtvollen Goldschmiedearbeiten. Die bedeutenden Kunstwerke stehen normalerweise mit ihrer Vorderseite im Fokus der Betrachtung – doch dabei ist oft auch die Rückseite sehenswert und offenbart Erstaunliches, Vorborgenes und Erhellendes.

Neuer Blickwinkel offenbart spannende Geschichten

Die Ausstellung „reverse“ zeigt bis Sonntag, 7. August 2022, im Domschatz und in der Schatzkammer Werden Objekte umgedreht und auf den Kopf gestellt. So werden spannende und teils völlig unbekannte Ansichten in einem neuen Fokus präsentiert. Durch den neuen Blickwinkel werden interessante Informationen, Befestigungen und Reparaturen preisgegeben, die für die Geschichte und das Verständnis des Kunstwerkes von großer Bedeutung sind.

„Bei Reliquienbüsten ist die Schauseite eindeutig,“ so Andrea Wegener, Leiterin des Domschatzes und der Schatzkammer Werden. „Als Betrachter schaut man in die ausdrucksstarken Gesichter der Heiligen, doch die Rückseiten offenbaren spannende Details, die uns noch mehr über die Geschichte der Objekte preisgeben“, erklärt die Kunsthistorikerin. So wurden die Büsten und auch weitere Reliquiare mit kleinen Türen ausgestattet, um im Inneren Reliquien zu deponieren und diese auch zu entnehmen. Auch bei den einzigartigen Vortragekreuzen in der Sammlung des Domschatzes lohnt ein Blick auf die Rückseite. Während die prachtvollen, mit Edelsteinen und Filigran verzierten Vorderseiten immer im Fokus stehen, offenbaren die Rückseiten ein spannendes Bildprogramm.

 

Zwei bedeutende Mittelalter-Museen in Essen von Weltrang

Essen hat gleich zwei bedeutende Museen, die mittelalterliche Kunst aus kirchlichem Kontext präsentierten. Die einzigartigen Kunstwerke des Domschatzes zeugen vom überregionalen Rang der Sammlung. Schatzstücke aus dem 10. und 11. Jahrhundert bilden die weltweit größte Sammlung ottonisch-salischer Goldschmiedekunst.

Die Schatzkammer Werden bewahrt den heutigen Bestand des einst sehr umfangreichen Schatzes der um 800 gegründeten ehemaligen Benediktinerabtei Werden. Die wichtigste Gruppe bilden frühmittelalterliche Schatzstücke, von denen einige – der Werdener Lokaltradition zufolge – direkt auf den Gründer der Abtei, den hl. Liudger, zurückgehen.

 

 

Die Ausstellung wurde in der Schatzkammer Werden durch die finanzielle Unterstützung der Ludgerus Gemeinschaft ermöglicht