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Zepter

Im Kunstgewerbemuseum in Berlin und im Rheinischen Landesmuseum in Bonn werden heute zwei „Zepter“ bewahrt, die den Werdener Äbten seit dem hohen bzw. späten Mittelalter als Zeichen ihrer weltlichen Macht dienten.

Das so genannte „Zepter Karls des Großen“ in Berlin wurde besonders bei der feierlichen Belehnung adliger Vasallen eingesetzt. Es setzt sich aus acht geschliffenen Stücke aus rotem Jaspis zusammen, die durch vergoldete Silberknäufe und -manschetten zusammengehalten werden. Auf dem unteren Knauf des Zepters ist das Monogramm Kaiser Karls des Großen eingraviert. Dies verweist auf die jahrhundertealte Karlstradition der ehemaligen Werdener Abtei, deren Gründung durch den hl. Liudger um 799 stets auch mit Karl dem Großen verbunden worden ist. 1869 gelangte das Zepter in die Königlich Preußische Kunstkammer, von wo es 1881 dem Berliner Kunstgewerbemuseum überwiesen wurde.

Das Zepter im Rheinischen Landesmuseum in Bonn ist einfacher gestaltet, erfüllte jedoch dieselbe Funktion. Spätestens seit dem 16. Jahrhundert wurde es ebenfalls als Lehnszepter benutzt, mit dem Vasallen niedrigeren Standes eingesetzt wurden. Vermutlich war der vergoldete Kupferstab mit Silberplattierung und Niello ursprünglich ein Fächer („flabellum“), mit dem während der Messe alles Verunreinigte vom Messkelch abgewehrt werden sollte. Dieser Fächer aus Pergament oder Pfauenfedern wurde an dem Löwenkopf am Ende des Stabes eingesetzt.