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Werdener Klosterbibliothek

Werden verfügte bereits in der Frühzeit über eine der bedeutendsten Bibliotheken und Schreibwerkstätten des Reiches. Hier wurden nicht nur kostbare Handschriften aufbewahrt, sondern auch als Auftragsarbeiten hergestellt und exportiert. Klöster waren das ganze Mittelalter hindurch wichtige Zentren des Wissens, der schriftlichen Überlieferung und der Ausbildung. Junge Geistliche lernten in der Schreibstube des Klosters (scriptorium) Lesen und Schreiben sowie den Umgang mit den Texten der Bibel. Zum Studium benötigten die Mönche eine Vielzahl von Büchern und so gehörte eine Bibliothek stets zur Grundausstattung eines Klosters.

Die Werdener Klosterbibliothek geht in ihren Anfängen auf die Reisen Liudgers und seines Bruders Hildigrim und ihre Kontakte zu anderen Bildungszentren des karolingischen Reiches zurück. Die Leidenschaft Liudgers für Bücher wird bereits in den Viten, seinen Lebensbeschreibungen, beschrieben. Auch die Ausbildung Liudgers bei Gregor in Utrecht und bei Alkuin in York zeugen von der hohen Bedeutung, die Bücher und Wissen für Liudger hatten.

Von seinen Ausbildungsreisen brachte er zahlreiche Bücher mit, die schließlich in seinem Kloster an der Ruhr in die Bibliothek integriert wurden und für die Schüler zum Studium bereitstanden. Zu diesen „Buchimporten“ zählten Texte der Kirchenväter, die der Auslegung der Heiligen Schrift dienten, kirchengeschichtliche Texte, in denen sich die missionarische Tätigkeit Liudgers und seiner Schüler widerspiegelte, aber auch naturwissenschaftliche Abhandlungen, rhetorische Schriften und musikwissenschaftliche Schriften.

Eine der berühmtesten noch erhaltenen Handschriften des Frühmittelalters ist der „Codex Argenteus“ aus der Zeit um 500, eine Abschrift der frühesten gotischen Bibelübersetzung des Bischofs Wulfila.