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„Nap s. Liudgers“

Ein Werdener Reliquienverzeichnis aus dem Jahr 1512 bezeichnet die Reliquienschale als „nap s. Liudgers“. So hat sich bis in die heutige Zeit die Bezeichnung „Napf“ überliefert. Doch handelt es sich bei dem flachen Gefäß, das an eine Hostienschale erinnert, um ein Reliquienbehältnis: In der Kapsel am Boden sind Reliquien eingeschlossen, über die die lateinische Inschrift an der Außenwand Aufschluss gibt: IN HOC CIPO CONTIENTUR SANGVIS S(an), C(t)I LUDGERI ET PARS DE CINGVLO EIVS DE S(ancto) GEORGIO DE SOCIIS S(ancti) MAVRICII DE CILICIO EIVS („In dieser Schüssel enthalten sind Blut des hl. Liudger und ein Teil seines Gürtels, vom hl. Hubert, vom hl. Georg, von den Gefährten des hl. Mauritius und von dessen Bußgewand.“). Die Blutreliquie steht in Zusammenhang mit dem Blutwunder aus der Legende des hl. Liudger. Darin wird erzählt, dass beim Eintreffen des Leichnams Liudgers in Werden Blut aus seiner Nase geflossen sei. Mit einer Schale habe man das Blut aufgefangen. Möglicherweise soll die Reliquienschüssel daran erinnern.

Die Schale aus teilvergoldetem Silber stammt aus dem 12. Jahrhundert, die Inschrift am oberen Rand jedoch erst aus dem 13. Jahrhundert. Bisher ist ungeklärt, ob die Kapsel mit den Reliquien ursprünglich zu der Silberschale gehörte oder ob sie später hinzugefügt wurde.