• XXX 3
  • XXX 3
  • XXX 3
  • XXX 2
  • XXX 2
  • XXX 2
  • XXX 2
  • XXX 11
  • XXX 11
  • XXX 11
  • XXX 11
  • XXX 11
  • XXX 11
  • XXX 11
  • XXX 11
  • XXX 11
  • XXX 11
  • XXX 11

Blick hinter die Kulissen eines Museums

Restaurierung und Erforschung der Objekte

 

Was passiert eigentlich so hinter den Kulissen eines Museums? Kirchliche Museen und Schatzkammern bewahren Kunstwerke aller Art. Goldschmiedewerke, Handschriften oder Skulpturen sind in Pracht und Fülle zu bestaunen. Dabei gilt für die Einrichtungen ein Jahrhundert altes Erbe zu bewahren und der Öffentlichkeit zu vermitteln. Dieses Erbe muss gepflegt und konservatorisch betreut werden. Restaurierungen sind häufig erforderlich und gerade bei bedeutenden Stücken nutzt man die Gelegenheit einen genauen Blick auf die Kunstwerke zuwerfen und mehr über die Geschichte der Objekte herauszufinden. Nur selten werden die Ergebnisse für die Besucher der Museen aufbereitet und zugänglich gemacht. Nun hat der Verlag Schnell und Steiner im Sonderheft 2017 der Zeitschrift „das münster. Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft“ dieses Thema aufgegriffen und Kollegen*innen aus 13 kirchlichen Institutionen gewähren einen Blick in ihre Werkstätten. Dabei werden Restaurierungsprojekte vorgestellt, die erst vor kurzem begonnen wurden sowie Werkstattberichte oder bereits abgeschlossene Projekte.

 

In der Werdener Schatzkammer St. Ludgerus stand in den letzten zwei Jahren vor allem das bedeutende Großkruzifix aus dem 11. Jahrhundert im Mittelpunkt der Forschung. Anlass war eine umfangreiche Restaurierung des Objektes, das bei der Evakuierung nach einem Brand 2008 Schaden nahm. Das Projekt wurde durch eine Kommission von renommierten Experten der Kunstgeschichte, Restauratoren und der Denkmalpflege begleitet. Andrea Wegener, Leiterin der Schatzkammer, zeigt auf wie die Restaurierung ablief und welche Untersuchungen gemacht wurden. Eines der ungeahnten Ergebnisse ergab die Untersuchung der Legierung. Denn dabei kam heraus, dass das Kruzifix kein Bronzewerk, sondern ein hochkupferhaltiges Objekt ist und die heutige bronzene Erscheinung durch Schmutz und Korrosion entstand. Zudem konnte festgestellt werden, dass der sogenannte Liudgerkelch im selben Fertigungsprozess entstand und zusammen mit dem Kruzifix gegossen wurde. Die beindruckenden Kunstwerke aus spätottonischer Zeit bringen so auch nach 1000 Jahren neue Erkenntnisse.

 

Die Kirchen und ihre Museen hüten Schätze die für das kulturelle Erbe der Menschheit stehen. Die Berichte aus den Werkstätten der Museen geben die Möglichkeit gerade in unsere Zeit ein vertieftes Verständnis für die immer noch aktuelle Bedeutung dieser Denkmäler zu fördern.

 

Das Sonderheft 2017 der Zeitschrift „Das Münster. Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft“ kann im Museumsshop zu einem Aktionspreis von 10 € erworben werden (regulär 14,90 €).

 

Aktuell läuft in der Schatzkammer St. Ludgerus die Sonderausstellung „Goldene Zeiten?“, bei der die Ergebnisse der Restaurierung präsentiert werden und das Original aus der Nähe betrachtet werden kann.