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Ausbildung und Mission

Um 754 gaben die Eltern Liudger auf dessen eigenen Wunsch hin in die Domschule des Martinsklosters nach Utrecht, dem der fränkische Bonifatius-Schüler Gregor vorstand, der in den folgenden Jahren der Lehrer Liudgers wurde. Die Ausbildung in Utrecht wurde zunächst unterbrochen durch einen Aufenthalt in York im Jahr 767. Dort lernte Liudger Alkuin von York  kennen, einen der damals einflussreichsten Universalgelehrten. Dort empfing er auch die Diakonweihe. 769 besuchte Liudger ein weiteres Mal die Yorker Schule Alkuins.

772/773 kehrte Liudger nach Utrecht zurück, wo er seine Ausbildung beendete und schon bald ein eigenes Missionsgebiet zugewiesen bekam. 777 empfing Liudger in Köln durch Bischof Ricolf die Priesterweihe. Seit etwa 780 wirkte er von Dokkum in Friesland aus, wo 754 der hl. Bonifatius gemeinsam mit 52 Gefährten den Märtyrertod gestorben war. Der von dem Sachsenführer Widukind angeführte Aufstand im Jahr 784 weitete sich schließlich auf die friesischen Gebiete des Reiches aus und gefährdete Werk und Leben Liudgers. Er verließ daraufhin sein Missionsgebiet und begab sich auf eine Pilgerreise nach Rom und Monte Cassino. In Rom erhielt Liudger aus der Hand Papst Hadrians I. eine Reliquienschenkung für seine geplante Klostergründung in Werden.

787 kehrte Liudger auf Berufung des fränkischen Königs Karl des Großen nach Friesland zurück, wo er zum Leiter der ostfriesischen Mission bestimmt wurde. Nach der Unterwerfung der Sachsen sandte Karl der Große Liudger im Jahr 792 in den Westen der sächsischen Gebiete. In Mimigernaford, dem heutigen Münster, gründete Liudger auf einem Hügel am rechten Ufer der Aa ein „monasterium” mit einer dreischiffigen Basilika als Missions- und späteren Bischofssitz. 805 wurde er in Köln zum ersten Bischof von Münster geweiht.